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Fischkutter "Heimwärts"



HEIL 34 "Heimwärts" war ein kleines Fischereifahrzeug mit lediglich 14 Metern Länge und fünf Metern Breite. Sie wurde 1936 auf der Schiffswerft Gottfried Modersitzki in Tolkemit (heute polnische Kleinstadt Tolkmicko) gebaut und hatte ihren ersten Heimathafen in Kolberg (heute Kołobrzeg) mit dem Fischereikennzeichen KOL 20. 1940 wurde das Boot durch die Kriegsmarine beschlagnahmt und nahm als Transportkutter im Rahmen der Operation "Weserübung" an der deutschen Besetzung Dänemarks teil. Bis zum Kriegsende operierte sie hauptsächlich im kleinen Belt bei Fredericia und im Raum Sonderburg-Aarhus als Hafenschutzboot unter dem Namen JBe 17 und als Vorpostenboot VS 416.


Nach dem Krieg ging "Heimwärts" an ihren ehemaligen Besitzer zurück. Diesmal allerdings, nach der Vertreibung aus Westpommern, mit Neustadt an der Lübecker Bucht als neuer Heimathafen. Anschließend folgten in den 60-ern Jahren mehrere Eignerwechsel bis zuletzt Friedrich Passau aus Heiligenhafen das Boot im Jahr 1969 kaufte (Kennzeichen HEIL 34). Noch bevor sie im Register auf den neuen Eigner umgeschrieben werden konnte, ging "Heimwärts" am 1. Oktober 1969 im Sturm unter, wobei nur einer der beiden Besatzungsmitglieder gerettet werden konnte.


Heute liegt das Wrack etwa sieben Seemeilen östlich Dahme in 21 Metern Tiefe.


Quelle: Christoph Fatz, historisches-marinearchiv.de


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