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Frachter "Inger Klit" in der Flensburger Förde



Das 39,6 Meter lange und 6,7 Meter breite Frachtschiff (Baujahr 1954) gehört mit Sicherheit zu den bekanntesten und meist betauchten Wracks in der westlichen Ostsee. Die "Inger Klit" liegt in einer Tiefe von 25 Metern mit einem deutlichen vorlastigen Trimm und ist in etwa zur Hälfte eingesandet. Wie weit das Wrack aus dem Schlick ragt, ändert sich von Jahr zu Jahr. Das Heck ist größtenteils frei und sehr schön zu betauchen. Das Eintauchen in die Wohnräume und in die Brücke ist möglich. Weil das Wrack praktisch immer dicht mit Seenelken bewachsen ist, trifft es der Spitznamen »Blumenkorb« recht gut.


Auf seiner letzten Reise im Jahr 1980 transportierte das Schiff eine Ladung mit Eisenschrott, als es im Nebel mit einem anderen Frachter kollidierte. Die Kollisionsspuren sind heute noch deutlich auf der Backbordseite vor dem Deckhaus erkennbar. Beim Vergleich der eigenen Aufzeichnungen mit den Fotos und Videos von anderen Tauchern wird der Verfall des Wracks ebenfalls sichtbar. An so mancher Stelle ist ein Stück Reling oder gleich die ganze Brückenwand entweder einem Grundnetz oder einem

missglückten Ankerversuch eines Taucherbootes zum Opfer gefallen. Wie so oft, fehlt der Propeller. Gerüchteweise befindet er sich in Privatbesitz in Kiel.


Zuerst veröffentlicht in der Zeitschrift "Wetnotes" Nr. 31

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