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Kutteryacht „Ekke Nekkepen“ in der Lübecker Bucht

  • Autorenbild: Der Wrackzeichner
    Der Wrackzeichner
  • 28. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Der 16 Meter lange und 4,5 Meter breite Fischkutter „Ekke Nekkepen“ wurde in den 1950-ern Jahren gebaut und war usprünglich in Eckernförde beheimatet. Im Jahr 1978  wechselte er den Eigner und wurde zu einem Motorsegler umgebaut, um anschließend als eine private Kutteryacht weiterzufahren. Ein Umbau, der ihm später womöglich zum Verhängnis wurde.

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Im Jahr 2008 wurde von einem Forschungsschiff des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie ein Holzwrack in der Lübecker Bucht südlich von Grömitz entdeckt. Einige Jahre später entpuppte es sich als verschollener eckernförder Fischkutter. Sein Schiffsname ist übrigens auf die nordfriesische Sagengestalt des Meeresmannes Ekke Nekkepenn zurückzuführen, der zusammen mit seiner Frau Rahn auf dem Grund der Nordsee lebt und mit den Seeleuten und Inselanwohnern seinen Unfug treibt.


Nach dem Tod des neuen Eigners im Jahr 1987 wurde das Schiff weiterverkauft, fand seinen Heimathafen in Lübeck und ging kurze Zeit später unter ungeklärten Umständen unter. Der Grund für den Unfall könnte am besagten Umbau zur Kutteryacht liegen. Zwar sind Fischkutter äußerst seetüchtige Wasserfahrzeuge, jedoch wurde „Ekke Nekkepen“ mit einem hohen Mast und einer Segelrigg nachgerüstet. Je nachdem ob und wie diese Nachrüstung berechnet wurde, könnte sie die Schiffsstabilität derart vermindert haben, dass der Kutter nicht mehr sicher genug war und kenterte.


Heute liegt er in einer Tiefe von 21 Metern auf dem schlammigen Grund mit etwa 30° Krängung nach Backbord. Die Aufbauten sind entweder vollständig abgerissen oder sind zusammengefallen. Das Deck und die oberen Teile der Bordbeplankung sind ebenfalls weitgehend zerfallen, wodurch das Wrack einen guten Unterschlupf für zahlreiche junge Dorsche bietet, die manchmal in großen Schwärmen ihre Kreise hier ziehen. Markant ist der prominente Lärchen-Mast, der noch immer neben dem Wrack liegt.



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