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Schlepper "Mona" im Fedafjord


Schlepper "Mona" gehörte dem norwegischen Zellulose-Hersteller Trælandsfos in Kvinesdal. Das Rohstoff für den Herstellungsprozess bestand aus ca. 1 m langen Holzstücken, die durch ein 10 km langes System von Seilbahnen über die Berge in die Fabrik transportiert wurde. Doch dafür musste dieses Holz erstmal auf dem Wasserweg in die Leirvig-Bucht am Ende des Fedafjords gelangen, wo die Baumstämme zersegt und auf die Seilbahn verladen wurden. Für den Transport und Lagerung wurden Baumstämme in Flöße zusammengebunden und per Schlepper gezogen. Da die Materialmenge nicht ohne Weiteres an Land gelagert werden können, wurden die Flöße entlang des Fjords in Ufernähe gebracht und in riesige Formationen gebunden. Eine davon lag in der Breivik-Bucht.


Irgendwann Anfang der 70-ern Jahre war "Mona" unterwegs zu ihrem nächsten Einsatz. Aus ungeklärten Gründen merkte die Besatzung eine große Leckage und steuerte das Schiff sofort auf ein Treibholz-Feld in Breivika, um es dort mit Leinen zu sichern. Trotzdem sank "Mona" ziemlich schnell und riss einiges an Holz mit in die Tiefe. Anschließend brachen die Seile und die Baumstämme tauchten wieder auf, während der Schlepper als Wrack in 48 m auf dem Grund blieb. Verletzt wurde dabei niemand.


Die Position des ca. 18 m langen und 4,5 m breiten Schleppers war lange Zeit nur den ansässigen Fischern und einigen alten Tauchern bekannt bis er irgendwann per Zufall wiederentdeckt wurde. Daher ein relativ guter Erhaltungszustand mit einem intakten Fahrstand.

Quelle: James Caswell

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